Ratgeber · Unternehmensführung

Was ruiniert Unternehmen

Immer wieder wird von kompetenten Beratern der Versuch unternommen, die Schlüsselfrage aller Unternehmer und Manager zu beantworten: Was macht Unternehmen erfolgreich? Nun bleibt festzustellen, dass es kein Patentrezept gibt. Letztlich kann nur unterstellt werden, was einen Erfolg wahrscheinlich macht oder was grundsätzlich förderlich ist.

Kehren wir die Frage jedoch um und fragen: „Was ruiniert Unternehmen garantiert?" Dann ist es meines Erachtens sehr leicht, verlässliche Antworten zu geben. Viele Erscheinungen sind alltäglich und gehören zu den normalen Führungsherausforderungen. Mit zunehmender Intensität und Häufigkeit führen diese Erscheinungen jedoch jedes Unternehmen garantiert in den Abgrund.

Interessenkonflikte, die sich zum Vernichtungskampf entwickeln

Interessenkonflikte sind alltäglich und menschlich. Entwickelt sich daraus jedoch ein Machtkampf, entsteht eine bedrohliche Entwicklung. Je rücksichtsloser ein Machtkampf geführt wird, desto bedrohlicher wird die Situation. Ruinös wird er, wenn auch die Schädigung oder gar die Vernichtung von Menschen in Kauf genommen wird.

Kompetenzgerangel, welches sich zum Hass entwickelt

Kompetenzgerangel ist alltäglich und entsteht aus den unterschiedlichen Interessen von Teammitgliedern. Wenn daraus Streit entsteht, ist dies eine sehr bedrohliche Situation, welche gemeinschaftliches Arbeiten verhindert. Ruinös wird ein Streit, sobald er sich zum Hass entwickelt und ein Wieder-aufeinander-Zugehen unmöglich macht.

Missverständnisse, die sich zum Misstrauen entwickeln

Missverständnisse sind unvermeidlich und haben viele Ursachen. Eine häufige Ursache ist fehlerhafte und mangelnde Kommunikation, was schnell zu einer bedrohlichen Entwicklung führen kann. Vermutungen und Unterstellungen sind fast zwangsläufig die Folge, und es entwickelt sich schnell Misstrauen, das jede Basis für erfolgreiches Miteinander zerstört.

Qualitätsmängel, die in Sabotage gipfeln

Fehler und Qualitätsmängel lassen sich nicht gänzlich ausschließen. Entstehen diese durch Gleichgültigkeit, ist das eine bedrohliche Situation. Ruinös wird die Entwicklung, wenn Fehler und Qualitätsmängel bewusst in Kauf genommen werden — denn dann ist dies Sabotage.

Planlosigkeit, die zur Orientierungslosigkeit führt

Improvisation kann immer wieder vonnöten sein, auch dort, wo genaue Arbeits- und Entwicklungspläne vorliegen. Entsteht diese jedoch aus Ziellosigkeit, führt sie zwangsläufig zur permanenten Improvisation. Fehlt darüber hinaus auch noch die eigene Standortbestimmung — eine realistische Selbsteinschätzung —, ist die Folge eine ruinöse Orientierungslosigkeit.

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